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| Classical : Modern II |
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Künstlerliste Ausstellungsansichten |
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| Einführung Etwa vierzig Künstler
der Sammlung sind deutschen Nachkriegstendenzen vorwiegend aus dem süddeutschen
Raum zuzurechnen, die Kunstgeschichtsschreibung fasst die Namen von Ackermann
bis Zangs unter Rubriken wie Lyrische Abstraktion, Informel,
Tachismus, Stuttgarter und Karlsruher Schule,
Zero und Zen 49. |
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Kurt
Sonderborg |
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Ebenfalls Schüler
bei Baumeister in Stuttgart war Georg Karl Pfahler,
der seinen Lehrer beschrieb als einen "Weltmann schwäbischer
Prägung, Pariser Typ, sehr kenntnisreich, ein Herr". Der große
Raum im Ausstellungsrundgang des Daimler Contemporary Berlin widmet sich
den Malern der Stuttgarter Schule der 1960er Jahre mit Pfahler,
Otto Herbert Hajek, Thomas Lenk und Lothar Quinte. Gast in dieser
Runde ist die Stuttgarter Malerin Erdmut Bramke.
Vom Informel entwickelten die Künstler der Stuttgarter Schule eine großflächige, das traditionelle Bildformat objekthaft sprengende Farbfeldmalerei, die zugleich die Verbindung zu Architektur und Stadtplanung suchte. Ihre Werke waren 1967 zusammen mit denen amerikanischer Zeitgenossen im Württembergischen Kunstverein Stuttgart unter dem Titel Formen der Farbe in einer epochemachenden Ausstellung vereint. Pfahler hatte bereits 1954 die Stuttgarter Gruppe mitbegründet, eine Name, unter dem später vor allem ein Literatenkreis um den in Stuttgart lehrenden Philosophen Max Bense in Deutschland und Frankreich bekannt werden sollte. Der Rundgang setzt
sich fort mit einer Hindeutung zu den bekannteren Zentren des Informel
in Deutschland mit Berlin, München und Düsseldorf. Zu den frühen,
bis heute aktiven Wegbereitern in diesem Kontext gehört in München
Rupprecht Geiger, der - zusammen mit Künstlern wie Ackermann,
Baumeister, Thieler, Wildemann und Winter - die Gruppe ZEN
49 ins Leben rief. 1960/61 kam Uwe Lausen aus Tübingen nach
München und nahm hier Kontakt zu den Mitgliedern der Gruppe Spur
auf. 1961 wird der junge wilde Informelle zu einem dreiwöchigen
Jugendarrest verurteilt wegen gotteslästerlicher und pornografischer
Äußerungen in einer Zeitschrift der Gruppe Spur.
Karl Fred Dahmen hatte seine materiell-amorphen
Farbräume Anfang der 1950er Jahre in Paris entwickelt, bevor er 1967
eine Professur in München annahm.
Unsere Ausstellung schließt mit einem Blick auf die Maler der Karlsruher Schule: der hoch bedeutsame Lehrer HAP Grieshaber und seine Schüler Horst Antes, Walter Stöhrer, Dieter Krieg, ergänzt um Positionen, die mit Stuttgart (Rudolf Schoofs und sein Schüler Herbert Egl), bzw. mit Karlsruhe (Arthur Stoll als Schüler von Antes) eng verbunden sind.
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